Die Phosphorgewinnung Schkopau GmbH (PGS) hat ihre erste kommerzielle Vereinbarung für RevoCaP unterzeichnet, das hochreine recycelte Calciumphosphat, das mithilfe des patentierten Ash2Phos-Verfahrens hergestellt wird. Im Rahmen der dreijährigen Vereinbarung wird SODIVAS rund 20 Prozent der geplanten RevoCaP-Produktion aus der derzeit in Schkopau errichteten Ash2Phos-Anlage vermarkten und vertreiben. Damit wird bereits vor Betriebsbeginn die Nachfrage für einen erheblichen Teil der künftigen Produktion gesichert.
Als erste kommerzielle Vereinbarung für RevoCaP stellt die Partnerschaft eine frühe Marktvalidierung der Ash2Phos-Technologie dar und verdeutlicht die wachsende Nachfrage nach recyceltem Phosphor in Europa.
„Dass SODIVAS der erste kommerzielle Partner für RevoCaP wird, ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, recycelten Phosphor auf den Markt zu bringen. Die Sicherung der Nachfrage für einen erheblichen Teil unserer künftigen Produktion bereits vor der Inbetriebnahme zeigt, dass Kunden bereit sind, sich für Kreislaufalternativen zu entscheiden. Diese können dazu beitragen, Europas Abhängigkeit von Primärphosphat-Ressourcen zu verringern und gleichzeitig die von den Kunden geforderte Qualität zu gewährleisten“, sagt Anna Lundbom, Geschäftsführerin von PGS.
Durch die Vereinbarung sichert sich PGS einen etablierten Marktzugang in Frankreich und Spanien, während SODIVAS Zugang zu einer neuen Quelle für hochreines recyceltes Phosphat erhält, das aus der Verbrennung von Klärschlamm gewonnen wird. Die Lieferungen werden 2028 beginnen, sobald die Rückgewinnungsanlage in Betrieb geht.
Phosphor ist ein essenzieller Nährstoff für die Lebensmittelproduktion und ein kritischer Rohstoff für Europa. Heute stammt ein großer Teil des in Europa verwendeten Phosphors aus importiertem Phosphatgestein. Mithilfe des Ash2Phos-Verfahrens kann der in Klärschlammasche enthaltene Phosphor zurückgewonnen und wieder einer Nutzung zugeführt werden. Dadurch entsteht reale Kreislaufwirtschaft für Phosphor, die die Abhängigkeit von Primärrohstoffen und importierten Ressourcen verringert.
„In den vergangenen zwei Jahren haben wir eng mit Kunden zusammengearbeitet, um RevoCaP zu evaluieren und zu bestätigen, dass es die Marktanforderungen erfüllt. Die Resonanz war sehr positiv und zeigt das wachsende Interesse an einem recycelten Phosphatprodukt, das hohe Qualität, zuverlässige Leistung und ein kreislauforientiertes Beschaffungsmodell miteinander verbindet“, sagt Hervé Dartevelle, Präsident der SOFICADA Group.Die derzeit in Schkopau errichtete Ash2Phos-Anlage wird jährlich bis zu 30.000 Tonnen Klärschlammasche verarbeiten. Mithilfe der patentierten Ash2Phos-Technologie von EasyMining wird der Phosphor zurückgewonnen und zu hochreinem Calciumphosphat aufbereitet, das unter dem Namen RevoCaP vermarktet wird. Das Produkt kann in einer Reihe von Anwendungen eingesetzt werden, darunter Tierfutter, Düngemittelproduktion, ökologischem Landbau und industriellen Anwendungen.
Diese erste kommerzielle Vereinbarung sichert RevoCaP über das etablierte Kundennetzwerk von SODIVAS in Frankreich und Spanien den Marktzugang für industrielle Anwendungen.
„Die Unterzeichnung unserer ersten kommerziellen Vereinbarung noch vor der Inbetriebnahme ist eine starke Bestätigung sowohl für den bestehenden Marktbedarf als auch für den Wert der Ash2Phos-Technologie. Sie zeigt, dass recycelter Phosphor kein Zukunftskonzept mehr ist, sondern kommerzielle Realität. Kunden suchen bereits aktiv nach Alternativen zu Primärphosphat-Ressourcen“, sagt Anna Lundbom.
Die Unternehmen
Die Phosphorgewinnung Schkopau GmbH (PGS) wurde 2021 von EasyMining Services Sweden AB und der GELSENWASSER AG gegründet, um die erste Ash2Phos-Anlage in Deutschland zu bauen. Diese erste Anlage im industriellen Maßstab wird im Chemiepark Schkopau in Sachsen-Anhalt errichtet und hat eine Kapazität von 30.000 Tonnen Asche aus verbranntem Klärschlamm pro Jahr. Die Anlage wird Asche aus der Mono-Verbrennung aufnehmen und behandeln.
PHOSPHORGEWINNUNG SCHKOPAU (pg-schkopau.de)
Die Soficada Group mit Hauptsitz in Saint-Malo (Frankreich) ist ein Experte für die Vermittlung zwischen Industrie- und Verarbeitungsunternehmen. Die Gruppe ist mit ihren Tochtergesellschaften SODIVAS, SOFICADA IBERICA und SODIVAS NA INC in Europa und den USA vertreten. Sie vertreibt Rohstoffe, Zutaten und Additive für Tierernährung, Lebensmittel, die Chemie- und Düngemittelindustrie sowie die Kunststoff- und Kautschukverarbeitung.
United Group – Home
EasyMining entwickelt und implementiert nachhaltige Prozesse im industriellen Maßstab, die eine echte Kreislaufwirtschaft schaffen. Durch die Aufbereitung von Abfallstoffen zu essentiellen Nährstoffen für Pflanzen und Tiere ermöglicht EasyMining eine nachhaltigere Nutzung von Ressourcen. EasyMining gehört zur Ragn-Sells-Gruppe, einer privaten Unternehmensgruppe, die in Nordeuropa in den Bereichen Abfallmanagement, Umweltdienstleistungen und Recycling tätig ist. www.easymining.com/de
GELSENWASSER AG
Alles Leben kommt aus dem Wasser – so entstand auch Gelsenwasser! 1887 im Ruhrgebiet gegründet, ist Gelsenwasser heute eines der größten deutschen Wasserversorgungsunternehmen. Sehr wichtig ist dem Unternehmen der Ressourcenschutz. Infrastruktur und Versorgung sind die Schwerpunkte: vom Wasser- und Abwasserbereich über Energie (Gas, Strom, Wind, PV, Wärme), Digitales über Industrieparks (Life Science, Chemie) bis zur Kreislaufwirtschaft (Klärschlammverbrennung plus Phosphorrecycling).
Team blau-grün - die Infrastruktur-Spezialisten
Pressestelle EasyMining
Dr. Daniel Frank
Telefon: 0160 30 88 324
E-Mail: Daniel.Frank@easymining.com
Pressestelle Gelsenwasser
Heidrun Becker, André Ziegert
Telefon: 0209 708-247
Telefax: 0209 708-292
E-Mail: pressestelle@gelsenwasser.de
Kontaktdaten:
Phosphorgewinnung Schkopau GmbH
Straße M60
06258 Schkopau
Vertreten durch die Geschäftsführer Anna Lundbom und Thomas Block
info@pg-schkopau.de
Die Phosphorgewinnung Schkopau GmbH (PGS) wurde 2021 von EasyMining Services Sweden AB und der GELSENWASSER AG gegründet, um die erste Ash2Phos-Anlage in Deutschland zu bauen. Diese erste Anlage im industriellen Maßstab wird im Chemiepark Schkopau in Sachsen-Anhalt errichtet und hat eine Kapazität von 30.000 Tonnen Asche aus verbranntem Klärschlamm pro Jahr. Die Anlage wird Asche aus der Mono-Verbrennung aufnehmen und behandeln.